RUDOLF POLANSZKY – retrospektiv

Eröffnung: Do, 24.05.2018 • 25.05.–04.08.2018

Einblick in die Ausstellung, Konzett Gallery 2018, Fotos © Sandro Zanzinger, 2018

Eigensinn der Glücksreferenz

- zu Rudolf Polanszky

von Herbert Lachmayer

Textkonzept für den im Herbst erscheinenden Ausstellungskatalog

Mit der Leichtigkeit des Unmittelbaren präsentiert sich das Werk von Rudolf Polanszky als ein "Goldener Faden" mit Eigensinn. Mitnichten bedarf es des Derivats der Kontextualisierung und steht, so gesehen, gleichsam für sich selbst. Seine ästhetische Eigenständigkeit lehnt sich an keinem Vokabular zeitgeistiger Attitüde an; ohne sich deshalb aus dem Kontext herausgestellt sehen zu müssen, präsentiert sich Polanszkys Werk tendenziell unprätentiös.

Die originelle Ambiguität seiner Anspielungen mag unter anderem darin bestehen, dass sich das Werk den Rezipientinnen weitgehend hermetisch projizierend erschließt, wie andererseits als ein Fragment im Ganzen geheimnisvoll bleibt. In der Anmutung von Transparenz spielt der Künstler mit dem Habitus von Krümmungen genauso, wie mit dem gestischen Pathos des Porösen. Mit der Pose der Fragilität, die an Giacometti erinnern mag, respektive mit dem Konstruktionsmedium redundanter Rhythmik und der profanen Epiphanie einer Raumzeitkrümmung von Flächen in spiegelnde Konen und Parabeln, erschließt sich mit Witz und Ironie ein stets unvermutet, neu gewendeter Aspekt formaler Intervention zu einer Formensprache, die, um mit Adorno zu sprechen "in einander verfranst ist". Adorno vergleicht in "Die Verfransung der Künste" die Zweidimensionalität der Malerei mit der Dreidimensionalität der Musik und verweist im Nu auf Perspektivwechsel, die überraschen. Ohne sich verstärkt auf semantische Bedeutungsfelder zurückziehen zu müssen, begnügt sich Polanszky mit einer Art exakter, wie exaltierterAllusion, welche das Spektrum der Mehrdeutigkeit strukturell beinhaltet. Gerade diese Unabhängigkeit seiner Objekte inspiriert durch eine schillernde Vielfalt möglicher rhetorischer Assoziationsparameter zu referenziellen Sprachspielen in divergenten Genres über die Entgrenzung obsolet gewordener Deutungsfelder hinweg.

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Vorschau

Sonderschau:
50 Jahre "Kunst und Revolution"
Universität Wien, Juni 1968
Werke, Fotos und umfangreiches Dokumentationsmaterial aus der Sammlung Konzett
Juni 2018
Termine werden noch bekannt gegeben!
 
Art Salzburg Kunstsalon
04.08.–26.08.2018
Sala Terrena der Universität Salzburg
 
Sommerpause:
7. August bis 26. August 2018
 
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27.09.–30.09.2018
Karl-Farkas-Gasse 19
1030 Wien

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